Yugen-Gefäße – Wabi-Sabi Kunst & Malerei

Kunstserie Yugen-Gefäße von Claudia König – Schichtmalerei auf Holz, inspiriert von der japanischen Ästhetik der Stille.
Ausschnitt: Malerei und Collagen aus Papieren mit Lebensspuren, Gesso, Aquarell und Acryl auf Holzkörper

Serie Yugen – Japanische Ästhetik

In der japanischen Ästhetik bezeichnet der Begriff Yūgen eine Tiefe, die jenseits der Worte liegt. Es ist das Erahnen einer Schönheit im Verborgenen, die das Wissen um das Vergängliche bereits in sich trägt. Eine tiefe, subtile Anmut, die sich nicht laut aufdrängt, sondern erst beim längeren Hinsehen spürbar wird – das Ahnungsvolle.

Ganz im Sinne dieser Wabi-Sabi-Philosophie forme ich die reduzierten Gefäße und Wandobjekte in der konzentrierten Stille meines Ateliers in Dortmund. Jedes Werk entsteht als zeitgenössisches Kunst-Unikat, das die Ästhetik des Unvollkommenen in den Raum trägt.

Das Gefäß als Symbol – Malerei & Raum

Für mich ist das Gefäß ein Sinnbild für den menschlichen Raum – ein Ort, der umschließt, bewahrt oder loslässt. Die Malerei zeigt dabei eine karge Szenerie: Durch die bewusste Reduktion auf das Wesentliche entsteht eine stille Tiefe, in der der leere Raum ebenso wichtig ist wie das Objekt selbst. In dieser Weite werden die Gefäße zu kraftvollen Symbolen für Vergänglichkeit, Leere und das Unausgesprochene.

Wabi-Sabi Malerei Yūgen: Blaugraue Schalen auf strukturiertem Grund, Unikat von Claudia König.
Stille Korrespondenz: Zwei Schalen in Blaugrau auf nuanciertem Grund. Mischtechnik auf Papier, kaschiert auf 19 mm MDF

Mischtechnik – Malerei auf Holz & Papier

Meine Arbeiten entstehen in einer aufwendigen Mischtechnik auf Papier, bei der ich das Collagieren von Papieren mit Lebensspuren mit Acryl und Aquarell kombiniere. Diese Fragmente tragen bereits ihre eigene Geschichte in sich – eine Wabi-Sabi-Ästhetik des Unperfekten, die durch das feine Ineinanderfließen der Materialien zu einer neuen, vielschichtigen Einheit zusammenfindet.

Ein wiederkehrendes Element in diesen Kompositionen ist eine stilisierte, abstrakte Schrift: Wie ein leises Echo ziehen sich unlesbare Zeilen über das Papier. Sie bewahren ihre Geschichte im Verborgenen und unterstreichen die meditative Stille sowie den Kreislauf von Werden und Vergehen.

Ergänzend zu den Arbeiten auf Holzkörpern entstehen in dieser Serie Malereien auf Papier, kaschiert auf schwerem Passepartout-Karton. Eine Auswahl dieser Unikate finden Sie direkt in meinem Etsy-Atelier.

Ausstellung 2027: Skulptur & Malerei im Kloster Kamp

Diese Serie wird, neben meinen Skulpturen, ein tragendes Element meiner kommenden Einzelausstellung „Ein Blick in die Stille“ sein. Ich freue mich darauf, diese Objekte im historischen Ambiente des Klosters Kamp im Jahr 2027 zu zeigen. Die spirituelle Architektur des Ortes bildet den perfekten Rahmen für die kontemplative Tiefe der Yūgen-Reihe.