In meinem Atelier in Dortmund entstehen zeitgenössische Arbeiten, die nicht laut um Aufmerksamkeit rufen, sondern zum Innehalten einladen. Ich begreife mich als stille Beobachterin des Wesentlichen. Meine Kunst – ob als Skulptur, Grafik oder Collage – ist das Ergebnis eines konzentrierten Rückzugs. In der Arbeit suche ich nach einer Beständigkeit, die über den Moment hinausreicht.
Die Arbeit im Atelier ist ein ständiger Dialog zwischen Festhalten und Loslassen.
SKULPTUREN KAUFEN
GRAFIK & MALEREI KAUFEN
Für meine monochromen Skulpturen nutze ich ein selbst hergestelltes, plastisches Papier-Komposit, das ich mit gehärteten textilen Elementen verbindet. Diese Verbindung friert fließende Faltenwürfe und dynamische Bewegungen dauerhaft ein. Es entsteht eine Symbiose aus optischer Zerbrechlichkeit und stofflicher Festigkeit – weg vom klassischen Pappmaché-Bastelcharakter, hin zum bildhauerischen Unikat.
Im Gegensatz zur Malerei lebt die Grafik von der Schnelligkeit und der Reduktion. Jedes Blatt ist ein visuelles Notat – eine konzentrierte Momentaufnahme, in der die Energie der Handbewegung direkt spürbar bleibt.
In der Arbeit mit Tusche und Schellack suche ich den unmittelbaren Ausdruck. Ich nutze bewusste Brüche durch Klebeband oder materielle Gegensätze, um das Blatt über die reine Linie hinauswachsen
zu lassen. Es ist ein Zusammenspiel aus klarer Struktur und dem unvorhersehbaren Moment, in dem die Energie moderner Grafik spürbar wird.

Papier ist für mich weit mehr als ein bloßer Träger – es ist ein Medium, das Zeit konserviert. Im Atelier überlagere ich Fragmente und Skizzen, die bereits durch meine Hände gegangen sind und
ihre eigenen Spuren tragen. In diesem Prozess suche ich nach einer Farb-Archäologie des Erlebten; so entstehen Strukturen, in denen Vergangenes und Neues unauflöslich miteinander
verschmelzen.
Das Integrieren von Papierfragmenten macht die Oberfläche spürbar. Diese Fundstücke bringen ihre eigene Geschichte mit. Im Zusammenspiel mit der Malerei verlieren sie ihren ursprünglichen Kontext
und werden Teil einer neuen, abstrakten Erzählung, in der die Risse, Kanten und das Brüchige im Mittelpunkt stehen.