Landschaft, wind und Merr

Vernissageam Samstag, 22. Februar  um 15.00 Uhr

Ausstellung bis zum 26. März 2020


Das KUNSTBONBON
Chemnitzer Str. 11
44139 Dortmund

 

Öffnungszeiten:
Dienstag, von 13-18  Uhr
Freitag, von 15-20 Uhr
Samstag, von 12-15 Uhr

Sowohl Michaela Düllberg als auch Claudia König sind sozusagen „Stammgäste“ im Kunstbonbon. In dieser Gemeinschaftsausstellung zeigen sie uns

ihre ganz persönlichen Interpretationen von Landschaft, Wind und Meer. Claudia König ist ja bereits bekannt für ihre Figuren, die sich – so lang, schmal und zart wie sie sind – gegen den Wind stemmen und dabei nie missmutig sind, sondern das Kräftemessen fast zu genießen scheinen. Sie sagt dazu:

"Wind ist ... auch eine Metapher. Wir können dem Seitenwind standhalten, damit er uns nicht vom Weg abbringt oder ihm lauschen. Gegenwind kann manchmal unangenehm sein, z. B. wenn wir unsere Meinung trotz aller Widerstände vertreten. Rückenwind bringt uns schneller ans Ziel oder hetzt uns ihm entgegen. Manchmal genießen wir den Wind, aber manchmal müssen wir auch den Stürmen des Lebens standhalten. Wir wollen verändern, was uns nicht gefällt, wir möchten die Zügel allzeit in der Hand behalten, aber dies ist nicht immer möglich. Manche Veränderungen liegen in unserer Hand, mache überfallen, überrollen uns und uns bleibt nichts anderes übrig, als den Sturm auszuhalten oder ihm standzuhalten.“

Stürmisch erscheinen auch einige Bilder von Michaela Düllberg – auch hier empfindet man die überwältigenden Kräfte der Natur, denen wir trotz (oder wegen?) der fortschreitenden Technologisierung und aller Eingriffsversuche in den natürlichen Ablauf, immer noch ausgeliefert sind. Sehen wir hier Wasser und sprühende Gischt oder sind es Wolken und Nebel? Manchmal hilft uns ein schemenhaftes Boot bei der Orientierung aber eigentlich wissen wir nicht, wo wir sind und müssen darauf hoffen, dass wir heil irgendwo ankommen…(fühlen sich all die Flüchtlinge auf den Meeren so? Auch diesen Aspekt könnte man durchaus implizieren).

Auch Claudia Königs neue Werke könnten sich mit dem Thema „Flucht“ beschäftigen, obwohl es für sie persönlich bei der neuen Reihe eher um die innere Heimat, Wünsche, Träume und den Lebensweg geht. Mindestens ein Exemplar hat sozusagen Premiere im Kunstbonbon – wir dürfen also gespannt sein.

Ihre „Badegäste“ würden sich eher an anderen Küsten aufhalten, denn diese entstanden in Erinnerung an alte Zeiten. Die Künstlerin erklärt: „Die Figuren stammen aus der Zeit als noch nicht Touristen last minute gereist sind, sondern Badegäste in die Sommerfrische fuhren. In tugendhafter Badekleidung stiegen die Sommerfrischler, streng nach Geschlechtern getrennt, aus Badekarren, um sittlich korrekt im offenen Meer zu baden. Gut, dass diese Tradition vorbei ist. Ein wenig Nostalgie bleibt trotzdem.“

Aber Wind gibt es nicht nur am Meer und so zeigen die beiden Künstlerinnen auch karge Landschaften und der Anblick einer entfernten Stadt heißt für die meisten von uns, dass wir irgendwo „ankommen“.

Begeben wir uns also auf eine Reise durch „Landschaft, Wind und Meer“ mit Michaela Düllberg und Claudia König...
Die Ausstellung ist bis zum 28.03.2020 di 13-18, fr 15-20 und sa von 12-15 Uhr zu sehen.

 

Quelle: Karin Schmidt